Call for Papers „Soziale Arbeit in einer digitalisierten Gesellschaft“

Folgt man einer zentralen These der Mediatisierungsforschung, dann ändern sich mit dem gegenwärtigen Wandel hin zu einer digitalisierten Gesellschaft nicht nur das Informationsverhalten und die Kommunikationsweisen der Gesellschaftsmitglieder, sondern unterliegen in der Folge auch soziale Beziehungs- und Vergemeinschaftungsformen sowie Subjekt- und Identitätsbildung einem grundlegenden Transformationsprozess. Auch Soziale Arbeit ist vom Einzug digitaler Medien und Technologien und den damit einhergehenden Transformationen auf unterschiedlichsten Ebenen betroffen. Welche Chancen und Risiken mit damit einhergehen, wird dabei höchst unterschiedlich diskutiert. Sie hat sich zum einen mit den sich verändernden Lebens- und Arbeitsverhältnissen ihrer AdressatInnen und den damit einher gehenden sozialen Herausforderungen und Risiken, in einer digitalisierten Welt zurechtzukommen, auseinanderzusetzen. Zum anderen gilt es, sich in der Arbeitspraxis auf die neuen Bedingungen für das In-Beziehung-Treten und soziale Miteinander mit den AdressatInnen bzw. NutzerInnen ihrer Angebote und Maßnahmen einzustellen. Die Fachkräfte sind in ihrem professionellen Selbstverständnis und ihren Arbeitsformen gefordert, auch wenn diese Veränderungen in den einzelnen Handlungsfeldern gegenwärtig (noch) unterschiedlich stark wahrzunehmen sind. Aber auch in der Falldokumentation, Diagnostik und in Entscheidungsprozessen über Interventionsmethoden und Ressourcenzuteilung etc. spielen Computerprogramme zunehmend eine bedeutsame Rolle, deren mögliche Konsequenzen sich etwa bereits in der Diskussion um den Einsatz von Algorithmen bei der Arbeitsvermittlung zeigen. Weitere Informationen: OEGS-Kongress 2019_Soziale-Arbeit-Soziale-Arbeit-in-einer-digitalisierten-Gesellschaft

Bitte senden Sie einen aussagekräftigen Abstract Ihres geplanten Vortrags im Umfang von max. 400 Wörtern/3.000 Zeichen bis spätesten 31. März 2019 per Email an die angeführte Kontaktperson der Session. Über die Annahme werden Sie bis spätestens Ende April 2019 informiert.

Kontaktperson:
Hemma Mayrhofer– IRKS Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie Wien hemma.mayrhofer@irks.at
Sektion: Soziale Arbeit, Sprache: Deutsch